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Was bedeutet Umkehrosmose? 

Umkehrosmose (engl. reverse osmose) ist eine rein physikalische Form der Wasseraufbereitung. Im Gegensatz zur Osmose, die in der Natur weitestgehend für die Regulation des Wasserhaushalts steht, wird bei der Umkehrosmose die Konzentration bestimmter Stoffe im Wasser verringert. Der Prozess der Umkehrosmose (UO) erfolgt dadurch, das Wasser mit Druck, der höher sein muss als bei der Osmose, durch eine halbdurchlässige (semipermeable) Membrane gedrückt wird, wodurch ein Reinwasser (Permeat) entsteht. Der natürliche osmotische Druck beträgt in der Regel etwa 2 bar, der Vorgang der UO findet je nach Ausgangswasser zwischen 3 und 30 bar statt. Für die Aufbereitung im Haushaltsbereich, in dem das Ausgangswasser bereits den Anforderungen der Trinkwasserverordnung unterliegt, wird meist nur ein geringer Druck von 3 bis 6 bar benötigt. Unter anderem ist der Druck dafür ausschlaggebend, wie die Relation zwischen dem Ausgangswasser und dem Endprodukt Reinwasser ist sowie die Haltbarkeit der Membrane.
Je weniger Druck zur Herstellung von Reinwasser benötigt wird, so länger ist die Lebensdauer der Membrane. Die UO-Membrane ist so aufgebaut, dass sie dem Druck standhält und die verunreinigten Moleküle (gelöste Stoffe oder auch Solute) zurückhält und nur die reinen Wassermoleküle (Solvente) durchlässt. Die Wassermoleküle und Ionen bleiben somit übrig, gelöste Stoffe wie Silikate, Sulfate, Nitrate, Blei, Arsen etc. werden als unerwünschte Stoffe mit dem Abwasser abgeführt.

Die Einsatzgebiete der UO sind sehr vielfältig. In den meisten Fällen wir dieser Prozess zur Gewinnung von Trinkwasser genutzt, aber auch zur Herstellung von Fruchtsaftkonzentraten.
Großer Beliebtheit erfreuen sich UO-Anlagen auch bei Aquarienbesitzer zum Aufbereiten des Wassers. Heute werden große UO-Anlagen auch bei der Meerwasserentsalzung eingesetzt. Hier jedoch muss mit einem Druck zwischen 40 bis 60 bar gearbeitet werden, was auch einen sehr hohen Energiebedarf erfordert.
 
Umgangssprachlich benennt man das Endprodukt, entstanden durch den vorangehenden beschriebenen Prozess gerne als „Umkehrsomosewasser“.

Wo wird Umkehrosmosewasser gerne verwendet?

Für den Einsatz von schadstofffreiem, reinem Wasser sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. Wo immer Sie Wasser benötigen, können Sie Umkehrosmosewasser mit hervorragenden Ergebnissen einsetzen. Hier ein paar Vorschläge:

– Zum Kochen

– Für Getränke (Tee, Kaffee, Säfte, etc.)

– Zubereitung von Babynahrung

– Für Eiswürfel

– Zur besonderen Pflege von Gesicht und Händen

– Zur schonenden Haarwäsche

– Zum Rasieren

– Zur Handwäsche empfindlicher Kleidung

– Für Dampfbügeleisen

– Für den Trinknapf von Haustieren

– Zur Wässerung von Pflanzen

– Zur Aufbereitung von Reinigungsflüssigkeiten

– Für Luftbefeuchter

– Zur Filmentwicklung

– In der Scheibenwaschanlage Ihres Autos

- Fensterreinigung (hinterlässt keine Schlieren)

Wie schmeckt Umkehrosmosewasser?

Viele Menschen glauben, das der Mineralgehalt den guten Geschmack des Wassers hervorbringt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wasser enthält seinen guten Geschmack und seine durststillenden Eigenschaften duch die Menge des darin gelösten Sauerstoffes und durch die Abwesenheit größerer Mengen von Mineralsalzen. Der mehrstufige Reinigungsprozess des Umkehr-Osmose-Systems bringt fast das gesamte Leitungswasser auf diesen hohen Qualitätsstandard. Als erstes wird dabei die Menge der Mineralsalze stark reduziert (98% - 100%). Da aber nicht nur Wasser, sondern auch Sauerstoff die Umkehr-Osmose Membrane durchdringen kann, wird das gereinigte Wasser zusätzlich noch mit Sauerstoff angereichert.  

Ist reines Wasser überhaupt gesund für uns und brauchen wir nicht Mineralien?

Reines Wasser ist für Mensch und Tier gesund. Das Wasser das wir trinken, dient dem Körper bei der Nährstoffaufnahme als Transportmittel zu den Zellen hin und es soll die Giftstoffe die wir täglich zu uns nehmen und die Abfallprodukte die unser Körper produziert, ausschwemmen. Ist das Wasser schon mit "Mineralien" und anderen Stoffen voll beladen, kann es keine, oder nur wenige andere Stoffe aufnehmen um den Austausch in unseren Körper zu erfüllen. Die Mineralien, die unser Körper benötigt, nimmt er zu 98% in organisch gebundener Form über die Nahrung auf, die Mineralien im Wasser sind fast wertlos. Der Organismus nimmt Mineralien vom Wasser nur dann auf, wenn er seinen Bedarf nicht in organischer Form aus Nahrungsmitteln decken kann. Wenn Sie über das Wasser die Menge Mineralien wie z.B. in einer Banane aufnehmen möchten, müssten Sie mindestens 25 Liter Wasser trinken!
Im Gegensatz dazu treten Mineralien in Nahrungsmitteln nicht als mineralische Salze auf, sondern in Verbindung mit Proteinen und natürlichem Zucker. Einige anorganische Mineralien (im Leitungswasser vertreten) sind gesundheitsschädlich (z.B. Nitrate, giftige Metalle, alle Spurenelemente in toxischen Mengen). Es gibt bis heute keine Technik der Wasseraufbereitung, außer der Umkehrosmose, die diese Stoffe zu 100% entfernt.

 

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